Coverband "Rubber Soul" versteht sich auf den Beatles-Sound

Von Stefanie Söhnchen

"Ladies und Gentlemen: The Beatles" lautete das Stichwort unter dem die Coverband "Rubber Soul" am Samstag ins Bistro der Kattwinkelschen Fabrik einlud. Tatsächlich war für das Publikum in der ausverkauften Kneipe kaum zu sagen, was die vier Leidenschaftsmusiker von den echten Pilzköpfen unterschied.

Mit unzähligen Stücken aus der gesamten Musikgeschichte der Beatles ließen Torsten (Toto) Löhnert (Leadgitarre, Gesang), Diethard Fuchs (Bass, Gesang), Bernd Alsdorf (Drums, Gesang) und Heribert Scherkenbach (Gitarre, Gesang) die "Meister" wieder aufleben. Letzterer hatte sogar seinen eigenen Fangemeinde vorzuweisen, die ihm unter dem Namen "Fanclub Schreckenbach" lautstark zur Seite stand.

Die Musiker gönnten ihrem Publikum nur wenige Verschnaufpausen. Doch die hatten dann genau den richtigen Schmusecharakter. Auch hier standen die Beatles-Fans nicht still. So wurde beispielsweise zu "Hide your love away" gemütlich geschunkelt, um sich im nächsten Moment zurück in die rockigeren Stücke zu stürzen.

Nach dem jüngeren Publikum im AJZ Bahndamm im letzten November zeigte sich auch die Generation, die mit den Pilzköpfen aufgewachsen ist, textfest. Dicht an dicht gedrängt ließen sie es sich nicht nehmen, die bekannten Texte von "Can't buy me love", "Help" oder "She loves you" mitzusingen.

Die Leidenschaft der Band und das fest ins Programm integrierte Rock-Kreischen von Sänger Toto steigerte die Begeisterung noch weiter. Die Bodenständigkeit der Vier schuf eine besondere Atmosphäre. Humorvoll wurden kleine Pausen überbrückt, die das Publikum ein Teil des Konzerts werden ließen. So wurde aus der Cover-Band mit Starcharakter die Stars von nebenan.

Ihre Echtheit wird vor allem durch die möglichst originalgetreue Umsetzung des Beatles-Repertoirs erzeugt. "Wir spielen nicht nach Notenheft, sondern nehmen jeden Song eins zu eins von der Platte", bestätigt Toto. Nur bei der instrumentalen Besetzung sind die Vier manchmal gezwungen von dem Original abzuweichen. "Wir versuchen, die Stücke mit unseren Mitteln charmant klingen zu lassen", rechtfertigt der Sänger die Titelauswahl.

Und die Musiker liegen damit offensichtlich goldrichtig, da ihnen nach jeden Stück Jubelrufe entgegenhallten. "When I saw you standing there" ist das Lieblingsstück des Drummers Bernd Alsdorf. "Das ist eine richtig schöne Rocknummer", schwärmt er. Er ist überrascht, dass die Beatles auch heute noch immer wieder viele Zuhörer mobilisieren. Alsdorf schreibt das unter anderem der leichten Zugänglichkeit der Stücke zu. Außerdem seien viele moderne Popsongs von eben den Beatles-Einflüssen geprägt.

Zu dem Programm vom letzten Winter sind auch neue Stücke hinzugekommen. So fanden sich jetzt auch "Come together" und "Revolution" mit in der Auswahl.

Nach diesem dritten Konzert sind weitere geplant. So werden die Vier auf der Kirmes und vielleicht auch bald in Hückeswagen zu hören sein. Die Meister spiegeln sich auf jeden Fall in ihren "Doubles" wider, die sich hingebungsvoll bei "Here comes the sun" der Sonne entgegensangen.